Freitag, 11. April 2014
Satan und Antichrist
"Die höllische Schlange ist schwarz, stachelig und voll von Geschwüren. Bis ihr wahnwitziges Wüten am Jüngsten Tag ein Ende haben wird, weht sie unentwegt die fünf Sinne des Menschen mit vielgestaltigen Lastern an und sucht sie durch vorgetäuschte Rechtschaffenheit auf die Abwege ihrer unsauberen Kunst zu ziehen. Sie ist voll tödlicher Gifte, seelenmordende Leidenschaften quellen aus ihr, gottfremde Traurigkeit, unziemliche Schamlosigkeit, trügerischer Ehrgeiz, bissige Verleumdungssucht, schändliche Heuchelei. Aber ihr Haupt ist zerschmettert und um den Nacken, die Hände und Füße des Ungeheuers ist eine Kette geschlungen. Und doch speit der Rachen des Tieres Flammen, denn selbst jetzt noch, gefesselt und vernichtet, bricht aus seiner raubtierigen Gefräßigkeit die grausame Brunst gottloser Verführung." (Hildegard v.B.) - "In der Heilsgeschichte geht es von Anfang an um die Teilhabe des Menschen an göttlicher Erkenntnis. In der Endzeit kommt es zu fast totaler Verdunkelung. Einst umnebelte der Teufel durch die Verführung im Paradies die Klarheit der menschlichen Seele. Mit Christus und der Kirche gewann Gott den Menschen zurück, nun holt Satan erneut zum Großangriff aus und verbündet sich mit dem Antichrist. Gott lässt dieses Werkzeug des Teufels zu, weil er mit ihm etwas Besonderes zeigen will. Er nimmt die Verantwortung des Menschen ernst, das Unheil durch das Wirken des Antichrist passiert nicht automatisch, sondern als Folge falscher Wahrnehmung. Der Mensch ist aber mit seiner inneren Erkenntnis so ausgerüstet, dass er sehr wohl zwischen wahrem und falschem Christus unterscheiden könnte. " (H.Gosebrink) - Während des ganzen Erdenlebens Christi stand Satan in seiner Nähe. In der Wüste ist er ihm persönlich begegnet. Die übrige Zeit agierte er im Verborgenen und verhetzte die Volksmenge und auch die Apostel, Jesus von seinem göttlichen Auftrag abzubringen, ihn abzulehnen, zu verlassen und zu verraten. Christus triumphierte durch Kreuzestod und Auferstehung über alle Teufelsränke. Doch selbst der gefesselte Satan besaß noch genügend Kraft, durch seinen Handlanger die Kirche zu verfolgen. Sohn Antichrist ist eine ebenso schillernde Persönlichkeit wie Vater Satan. Er trägt viele Masken, im Lauf der Geschichte nimmt er häufig Gestalt an in Königen, Führern und Fürsten, die mit Grausamkeit herrschen, Leichenberge und verbranntes Land hinterlassen. Oft auch lodert sein Hass in politischen Ideologien auf, die wegen ihrer Primitivität die Menschen faszinieren. Er predigt Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Doch seine Phrasen führen in Folterkeller, Eroberungskriege, Entrechtung, Enteignung und Massenvernichtung. Der Antichrist ist eine Parodie auf Jesus. Auch ihm gelingen Wunder. Sie bestehen aus technischen Errungenschaften, der Manipulation menschlicher Erbsubstanz, der Eroberung des Weltraums. Er verdrängt Gott als Schöpfer und Christus als Erlöser mit der These einer zufälligen Entstehung des Lebens durch einen Urknall und der Bedeutungslosigkeit der Erde im unendlichen Kosmos.. - Luzifer in seinen verwirrenden Verkleidungen neidet dem Menschen seinen Leib, seine Seele und die Möglichkeit, einst in den Himmel heimzukehren. Er weiß, dass es nur einen einzigen sicheren Weg gibt, dem Menschen seine Würde zu rauben und in den teuflischen Machtbereich hinabzuziehen. Wenn sich der Mensch zum Tier degradiert und wie dieses in Nacktheit seine ungezügelten Triebe auslebt, wird seine unsterbliche Seele verkommen und ihre Gnade verspielen, nach dem irdischen Tod im Weiterleben der Seele den Himmelsglanz der Engel zu erlangen.
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