Freitag, 29. November 2013

Noah

"Wie sich nun die Menschen auf Erden vermehrten, wuchs auch ihre Schlechtigkeit. Sie wurden immer mehr zu Kindern der irdischen Welt, herrschsüchtig, böse und taub gegen den Geist Gottes. Als der Herr das sah, reute es ihn, sie erschaffen zu haben und er beschloss, sie wieder von der Erde zu vertilgen und alle Lebewesen mit ihnen. Nur Noah fand Gnade vor seinen Augen, denn er war ein frommer Mann. Ihm sagte der Herr, dass er eine große, alles verschlingende Wasserflut über die Erde kommen lassen würde und nur ihn und die Seinen zu schonen gedenke. Er befahl ihm, eine Arche zu bauen und dort hinein seine Familie und von allen Tieren ein männliches und ein weibliches zu bringen. Es regnete vierzig Tage und vierzig Nächte hindurch, die Flut stieg bis auf die höchsten Berggipfel und ertränkte alles, was lebte. Nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der rettenden Arche war." (Probst/Peterich). - Gott hatte einst Adam, wie auch die Engel, in den Süden des Himmels gestellt, an den Ort der Heiligkeit und Gerechtigkeit. Doch der Mensch betrat den Weg der Schuld und stürzte die Ordnung um. Er sagte sich von der Verbindung mit Gott los und vollbrachte jegliches Böse. Deshalb gingen Adams entwurzelte Nachkommen im Dunkel der Sünde unter. - "Als der Mensch ins Unheil fiel, ließ Gott nichts unversucht, ihn zu retten. Dieses Bemühen Gottes beginnt nicht erst mit der Menschwerdung Christi, sondern schon lange vorher in der Zeit des Alten Bundes. Zum ersten Mal nach dem Sündenfall offenbart Gott seinen Heilsplan in der Rettung Noahs. Die Gerechtigkeit richtigen Handelns reicht nach Adams Fall bis zum Jüngsten Tag. Sie ist mit vielen Wundertaten umsäumt, die Gott während der verschiedenen Zeiträume unaufhörlich an seinen Auserwählten wirkt." (H.Gosebrink) - Nach der Flut übergab Gott den Menschen die Verantwortung über die Erde. Er versprach Noah, es werde nie wieder eine Sintflut geben und setzte den Regenbogen als Zeichen dafür in die Wolken. In dieser Epoche warf der Neue Bund seinen ersten Schein voraus und erhellte die bisherige Düsternis. Mit Noah erstand das Bauwerk der Gottesfurcht, eine leuchtende Mauer, die über Abraham, Moses, die Propheten bis zum Täufer Johannes und zum Gottessohn führt. Sie verbindet Altes und Neues Testament. Doch neben diesem mauerbewehrten Weg des Lichtes läuft ebenso ununterbrochen die Straße der Sünde. Auf ihr schreitet das Laster des Todes von Irrtum zu Irrtum, denn der Teufel will sein Recht auf das Menschengeschlecht mit allen Mitteln behaupten.

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